Liebe Manu;   
  
  

zu wenig Zeit, natürlich, um das hier gründlich vorzubereiten. Also ein kurzer Text, nicht von mir, in der Hoffnung, Du verstehst, wie ich ihn meine. Ich finde übrigens, es ist ein positiver Text.  
Ein Brief folgt.  
  
Ich will fortgehen. Weil ich noch immer nicht weiß, was das ist: Fortgehen. Aber ich lerne es nicht. Der Himmel ist irgendwo und irgendwie hoch und irgendwie breit und tief. Und das Meer zieht sich zurück, über Bahnen aus Schlick. Der Wald tritt über den Fluß hinaus, doch er redet nicht. Um das Moor liegen die Schlangen. Die Unordnung geht umher, es wird dunkel. Aber wie geht man von sich selber fort. Wenn ich dort gewesen bin und dort und dort und immer nur, wo ich jetzt bin: bei mir? Da könnte ich noch hinzusetzen: Und bei meinen Leuten. Aber das brauche ich nicht. Es ist ohnehin das gleiche. Und es ist auch, denke ich, schon gesagt.  
(Johannes Bobrowski)  
  
  
Ich frag`mich dann ja immer, ob überhaupt verständlich ist, was ich so toll finde an diesem Text.  Wenn Du ihn einfach nur doof findest, und auf Deiner Geburtstagshomepage noch viel doofer, laß' Dich einfach nicht weiter von ihm beirren und genieße diesen Tag und die übrigen Tage in Amerika und die übrigen Tage überhaupt, wo auch immer Du sein magst. Ich wünsche Dir jedenfalls alles Liebe zum Geburtstag, wirklich.  
   

Bis irgendwann, Dein Sebastian 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
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